166megaherzen

I really do have love to give / I just don't know where to put it (Quiz Kid Donnie Smith)

washed out

Freunde, für falls der Sommer doch noch kommt:
Sonnengebleichte Chillwave-Abhandlungen von Ernest Greene. Lässt sich sicher wunderbar als adäquater Soundhintergrund für wassernahe BBQs verwenden, funktioniert jedoch auch als kleine Kopfhörermeditation.

WO | Within And Without

little dragon

Freunde, ich war, bin und werde Fan bleiben. In 8 Tagen erscheint die neue Platte Ritual Union, die hier im Zwischenspeicher anzuhören ist.

LD

tom vek | aroused

Es müssen mehr Menschen rauchen.

via

opa schmidt schreibt einen leitartikel über die welt und das geld

Freunde, die Kernaussagen aus dem Weltblatt DIE ZEIT (Ihr spart 4 Euro am Kiosk):

  • Die Deutsche Bank heißt zwar noch deutsch, ist es aber nicht mehr.
  • Sogar der Chef, der alles bestimmt, kommt nicht mehr aus Deutschland.
  • Bald wird’s zur Hälfte ein Inder.
  • Früher hat Opa Schmidt zum G-6-Gipfel noch einen Mann von der Deutschen Bank geschickt – kannste heute nicht mehr machen.
  • Früher, als es besser war, gab es bloß drei wichtige deutsche Banken: Deutsche, Dresdner, Commerz. Das war gut.
  • Auf die Deutsche Bank kann man sich heute, anders als zu Opas Zeiten, nicht mehr verlassen.
  • Die Deutsche Bank heißt zwar noch deutsch, ist es aber nicht mehr.
  • Die Menschen mögen die Banken nicht. Weil: Der Chef der Bank verdient 100mal soviel wie der, der ihn fährt. Und sogar Angela bekommt nicht soviel Geld.
  • Opa Schmidt teilt die Menschen in drei Kategorien: a) normale, die hin und wieder Äpfel klauen (98%), b) kriminelle, die erst vor Gericht und dann ins Gefängnis müssen und c) Investmentbanker
  • Die Investmentbanker, meint Opa Schmidt, haben uns “in die Scheiße geritten”. (1)
  • Opa Schmidt glaubt, die Politik hat nicht erkannt, dass die Landschaft, in der die Banken stehen, früher schöner war und deshalb heute “renovierungsbedürftig” ist.
  • Es ist nicht gut, wenn sich deutsche Firmen von ausländischen Banken Geld leihen. Das “Know-How” deutscher “Weltfirmen” könnte in die Fänge “kapitalkräftiger Chinesen oder Ölscheichs” gelangen.
  • Um die Gefahr zu bannen, muss man renovieren: Deutschland braucht wieder Deutsche, Dresdner, Commerz. Wie früher. Die können der Angela dann im Notfall helfen (was heute nicht geht, s.o.).

post scriptum: Opa Schmidts Argumentationskette wurde nicht vereinfacht.
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Opas messerscharfe “Analyse” ist jetzt auch online nachzulesen.
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  1. Und gehören damit eigentlich zu den Menschen in Kategorie b), aber den Schluss zieht Opa Schmidt nicht

zeittotschlägereipolizei

Aus uns sollte etwas werden.
Etwas werden bedeutete jemand werden, aber das wurde nicht laut gesagt. Es wurde auch nicht leise gesagt. Das lag einfach in der Luft oder in der Zeit oder im Zaun rings um die Schule oder in unseren Kopfkissen […]. (1)

Falls ihr achtzig werdet, habt ihr dreißig Lebensjahre verschlafen, habt gut neun Jahre die Schule besucht und Hausaufgaben gemacht und knapp vierzehn Jahre gearbeitet. Da ihr schon mehr als sechs Jahre damit verbracht habt, ein Kleinkind zu sein und zu spielen, und da ihr später mindestens zwölf Jahre damit verbringen werdet, sauber zu machen, Essen zu kochen und euch um die Kinder zu kümmern, bleiben euch höchstens neun Jahre zum Leben. (2)

Ein Tag, an dessen Ende man sich fragt, was man getan hat. Der Versuch zu erinnern, ob man etwas geschafft hat. Das Nachdenken darüber, eingerahmt von einem Gefühl des Unbehagens. Verunsichert, woher das Gefühl rührt. Später wird Mutti anrufen und fragen, was man so gemacht hat. Antwortet man: Naja, nichts, dann ist bereits klar, dass diese Antwort nicht nur bei ihr auf wenig Akzeptanz stößt. Wenn alle sich bewegen und einer stehen bleibt, dann entsteht kognitive Dissonanz. Das Unbehagen kann nicht einfach auf die Umstände abgewälzt werden, weil es ein individueller Affekt ist. Dennoch rechtfertigt man sich nicht nur vor sicht selbst, sondern immer auch vor den Anderen. Dieser Vergleich zwischen Innen und Außen ist ein latenter Prozess, der nicht nur auf die peer group beschränkt bleibt, weil unsere Wahrnehmung über das Tun der Anderen darüber hinaus geht. Das individuelle Urteil über den Wert einer Tätigkeit wird kollektiv gebrochen. So entstehen gesellschaftliche Erwartungen über ein richtiges Leben im falschen. Ich würde sagen: Wir brauchen mehr Menschen, die nichts tun. Mehr Menschen, die Dinge tun, die unerwartet sind. Die fundamentale Verunsicherung liegt in dem Gefühl, unfrei zu sein, obwohl einem von allen Seiten eine objektive Situation unterstellt wird, in der man vermeintlich frei ist, unendlich viele Möglichkeiten zu ergreifen, die potenziell ins Lebensglück führen. Diese Ohnmacht überwindet, wer nicht stehen bleibt. Bleibt nicht zu lange stehen. Bewegt euch, Leute.

Antithese (by Teddy A.)

Für den, der nicht mitmacht, besteht die Gefahr, daß er sich für besser hält als die andern und seine Kritik der Gesellschaft mißbraucht als Ideologie für sein privates Interesse. Während er danach tastet, die eigene Existenz zum hinfälligen Bilde einer richtigen zu machen, sollte er dieser Hinfälligkeit eingedenk bleiben und wissen, wie wenig das Bild das richtige Leben ersetzt. (3)

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  1. Teller, Janne. 2010. Nichts. Was im Leben wichtig ist. München, 9.
  2. ebd., 21.
  3. Adorno, Theodor W. 1951. Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Frankfurt a. M., 27.

porsche cayenne a+

Freunde, wenn sich der gut situierte Autokäufer beim sonntäglichen Gang durch die Ausstellungshallen des lokalen Sportwagenhändlers in Zukunft an den letzten Kühlschrankkauf erinnert, dann hat das einen bestimmten Grund:

Die Erste Verordnung zur Änderung der Verordnung über Verbraucherinformationen zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen
– kurz und knackig auch: Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV).

Diese wurde am Freitag durch den Bundesrat gewunken. Und immer wenn eine Idee aus dem Bundeswirtschaftsministerium kommt und auf den Verbraucher und sein Wohl zielt, sollte man ganz genau hinschauen. Das BMWi möchte:

Mit der vorliegenden Änderungsverordnung […] die Effizienz der Fahrzeuge in veränderter und leichter verständlicher Form [darstellen] und um weitere, für die Kaufentscheidung des Verbrauchers relevante Informationen [ergänzen]

Die Lösung:

Einführung einer CO2-Effizienzskala, auf der der spezifische CO2-Effizienzwert des Fahrzeugs optisch gut wahrnehmbar dargestellt wird und Aufnahme weiterer, für die Kaufentscheidung des Verbrauchers relevante Angaben, die ebenfalls auf dem Hinweisschild und damit kompakt und optisch gut wahrnehmbar auf einem Kennzeichen dargestellt werden

Demnächst werden Neufahrzeuge mit den C02-Effizienzklassen A+ (das grüne Ökoparadies, absolut reines Gewissen) bis G (die tiefrote CO2-Vorhölle, 100% Klimawandelverantwortung) versehen und natürlich steckt der Teufel im Detail. Die neuen Effizienzklassen ergeben sich aus der prozentualen Abweichung der offiziellen CO2-Emissionen des Fahrzeugs von einem Referenzwert.

Der Witz: Der Referenzwert wird mit der Masse des Fahrzeuges addiert. Damit der Effekt nicht komplett verrückte Auswüchse zeigt, wird die Fahrzeugmasse gnädigerweise mit dem Faktor a (=0,08987) multipliziert.
Dennoch haben erste Modellrechnungen ergeben: Die bald nach Saudi-Arabien gehenden Kampfpanzer Leopard 2 würden wie ein VW Golf 1.4 noch mit der Effizienzklasse “E” versehen. Schwere SUVs von Porsche oder Audi landen in der Klasse “B”.

Der Bundesrat war sich diesen perversen Effekten vollends bewusst und konstatiert:

[...], dass die bei der Berechnung der Effizienzklasse zu berücksichtigende Masse der Fahrzeuge zu verzerrten Darstellungen und damit Verwirrungen der Verbraucher führen kann. Dass zum Beispiel schwere Geländewagen unter Umständen einer besseren CO2-Effizienzklasse zuzuweisen sind als Kleinwagen, könne dauerhaft nicht zur Akzeptanz der Verbrauchskennzeichnung beitragen.

Die Konsequenz ist aber natürlich nicht, dass man dem Gesetz der Verordnung (1) nicht zustimmt (die Mehrheit im Bundesrat liegt im Übrigen bei Rot-Grün), sondern dass man über eine verbindliche Änderung derselben dem BMWi wirklich ganz harte Auflagen macht:

Spätestens drei Jahre nach Inkrafttreten dieser Verordnung wird das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Berechnungsgrundlagen für den Referenzwert, insbesondere Alternativen zur Bezugsgröße Masse, und den Anteil der zugelassenen Fahrzeuge in den Klassen insgesamt überprüfen und gegebenenfalls die Energieverbrauchskennzeichnung für Personenkraftwagen durch Änderung dieser Verordnung anpassen

Strategisches Kalkül? Vielleicht dachten sich die Sozialdemokraten im Bundesrat ja, dass man in drei Jahren die Regierung stellt und dem Unsinn dann medienwirksam selbst den Garaus machen kann. Die heilige deutsche Autoindustrie hatte im Übrigen keine Einwände gegen die Verordnungsnovelle.

bill callahan | america!

Freunde, großartiger Typ, großartiges Album, großartiger Song & großartiges Video:

komm küssen

Freunde, am Welttag des Kusses gerät eine wichtige hinreichende Bedingung für erfolgreiches Küssen eventuell schnell außer Acht: Man benötigt Stimmung. Ob nun mediterranes Küstenflair und/oder pittoreske Sonnenuntergänge – im richtigen Setting knutscht es sich geschmeidiger. Aber nicht nur die Visuals müssen stimmen, auch der adäquate Sound kann den letzten entscheidenden Kick geben, um mal schön die Lippen nass zu machen. Da passt es gut, dass Kollege Flying Lotus einen passenden Mix bereitstellt. LOVERS MELT 2 ist schon die zweite Ausgabe soulschwangerer Ohrenschmaus für liebeshungrige Gemüter und wie man hört hat Flyo ausschließlich Lieb(es)lingslieder untergemischt.

Jedenfalls: Hier ist Dauerküssen angesagt. Für knapp 2 1/2 Stunden ungeordnetes Dahinschmelzen:

Link Alt 1 | Link Alt 2

via

was ist musik?

Freunde, schon Klaus Walter wusste, zu welcher Platte man greift, will man extraterristischen Ankömmlingen erklären, was es mit menschlicher Musikherstellung auf sich hat. Hier eine in jedem Fall goosebumpige Neuintepretation eines Detroit-Klassikers von 1987.

Originalfassung

caribou & jaques greene
/ radiohead remixes